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Entsorgungscoupons: Stadtrat beharrt auf Diskriminierung von Autofahrern

·277 Wörter·2 min

Das Ringen um die Zürcher Entsorgungscoupons geht in die nächste Runde – leider mit einem herben Rückschlag für die Bürgerinnen und Bürger. Trotz grosser Bemühungen von Mitte-rechts im Gemeinderat blockiert die linke Ratsmehrheit zusammen mit Stadträtin Simone Brander (SP) die Rückkehr zu einer fairen Lösung für die Sperrgutentsorgung.

Widersprüchlich und diskriminierend
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Seit Mai 2025 müssen Zürcherinnen und Zürcher im Werdhölzli und Looächer bezahlen, wenn sie Sperrgut mit dem Auto anliefern. Gleichzeitig bleibt die Entsorgung für jene gratis, die zu Fuss oder mit dem Velo kommen. Diese aktuelle Situation ist schlicht widersprüchlich und diskriminierend.

  • Es ergibt keinen Sinn, dass die Entsorgung mit dem Velo in Ordnung ist, aber die Nutzung des Autos plötzlich gegen das Verursacherprinzip verstossen soll.
  • Würde eine andere Bevölkerungsgruppe als Autofahrende derart benachteiligt, wäre der Aufschrei gross.

Stadtrat ignoriert Mehrheitsentscheide
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Die parlamentarische Initiative (PI) von Mitte, FDP und GLP hatte zum Ziel, bis 2027 wieder Freimengen von 200 Kilogramm zu etablieren. Damit wollten wir Stadträtin Simone Brander dazu bringen, den Volkswillen und frühere Signale des Parlaments endlich ernst zu nehmen. Doch der Stadtrat stellt sich quer und beharrt auf einem System, das viele Zürcher Haushalte unnötig belastet.

Wie geht es weiter?
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Die Ratslinke setzt lieber auf eine Revision der Abfallbewirtschaftungsverordnung mit vagen Versprechen auf günstigere Tarife. Für uns ist klar: Das ist kein Ersatz für die bewährten Coupons. Da die Rettungsaktion im Parlament an der linken Mehrheit zu scheitern droht, wird wohl das Volk das letzte Wort haben müssen.

Wir bleiben dran und setzen uns weiterhin für eine pragmatische Abfallpolitik ein, die alle Zürcherinnen und Zürcher fair behandelt.

Den vollständigen Artikel zum Thema finden Sie hier: Tages-Anzeiger: Entsorgungscoupons in Zürich: Rettung scheitert