E-Trottis gehören in der Stadt Zürich mittlerweile zum Alltag. Wer schnell von A nach B gelangen möchte, nutzt häufig die Leihfahrzeuge, die überall in der Stadt verfügbar sind. Genau hier setzt der Stadtrat jetzt an: Die Zahl der E-Trottis, E-Bikes und ähnlichen Sharing-Fahrzeuge soll reduziert werden – gleichzeitig wird auch die Anzahl der Anbieter beschränkt.
Meine Position#
Als Gemeinderat im Kreis 11 sehe ich die Situation differenziert. Einerseits bieten Sharing-Fahrzeuge einen echten Mehrwert für die Mobilität in unserer Stadt. Besonders für Kurzstrecken und als Ergänzung zum öffentlichen Verkehr haben sich E-Trotti und Co. bewährt. Ich selbst nutze solche Angebote regelmässig und schätze die Flexibilität.
Andererseits gibt es berechtigte Probleme: E-Trottis werden oft falsch abgestellt, blockieren Gehwege und stellen insbesondere für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen ein Hindernis dar. In stark frequentierten Bereichen wie dem Bahnhofplatz oder an belebten Strassenecken führt das regelmässig zu Konflikten.
Was ich fordere#
Der Stadtrat hat mit den geplanten Limitierungen den richtigen Ansatz gewählt. Mehr Ordnung auf unseren Gehwegen ist nötig. Doch wir dürfen dabei nicht überreagieren:
- Klare Abstellzonen und Parkierungspunkte schaffen, wo Sharing-Fahrzeuge legal stehen dürfen
- Verschärfte Sanktionen bei Verstössen gegen die Abstellregeln
- Zusammenarbeit mit den Anbietern, damit diese ihre Fahrzeuge besser überwachen und umpositionieren
- Transparente Kriterien, wie die Limits ermittelt werden
Eine pauschale Reduktion ohne begleitende Infrastruktur macht wenig Sinn. Wichtig ist mir auch, dass kleinere Anbieter nicht benachteiligt werden. Der Wettbewerb darf nicht zugunsten von Grosskonzernen eingeschränkt werden.
Der TELE Züri-Beitrag#
TELE Züri hat sich mit dem Vorhaben auseinandergesetzt und im aktuellen Beitrag vom 24. Juli 2026 darüber berichtet. Die Sendung zeigt die Ambivalenz des Themas: Sharing-Fahrzeuge als Lösung versus Problem durch falsches Abstellen. Genau diese Balance gilt es in der politischen Diskussion zu finden.
Fazit#
Die Stadt Zürich steht vor einer schwierigen Aufgabe. Sie muss einerseits moderne Mobilitätslösungen fördern und andererseits die Lebensqualität auf den Gehwegen sichern. Ich werde mich im Gemeinderat dafür einsetzen, dass die kommenden Massnahmen sachlich, transparent und verhältnismässig umgesetzt werden. Denn am Ende profitieren wir alle von einem geordneten öffentlichen Raum – egal ob mit E-Trotti, Velo oder zu Fuss.
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